Tom und Louise treffen sich wöchentlich in einer Kneipe: Zehn Dialoge, zehn Drinks, zehn schonungslos ehrliche Gespräche, bevor das Ehepaar die Strassenseite wechselt, um in Paartherapie-Sitzungen zu retten, was noch zu retten ist. Die beiden Ausnahmespieler Johanna Wokalek und Tjark Bernau machen diese Inszenierung zu einem Ereignis!
Wie viel dramatisches Potenzial eine Ehekrise birgt, zeigt Kultautor Nick Hornby humorvoll und doch tiefgründig in «State of the Union». Schnell und pointiert lässt er die Ärztin und den Musikkritiker den ganz normalen Wahnsinn ihres Zusammenlebens verhandeln. Nach Sexflaute und Seitensprung versuchen sie in der Paarberatung Klarheit darüber zu gewinnen, was ihre Ehe noch bringen könnte. Wir erleben sie unmittelbar vor den Sitzungen, wenn beim Mutmach-Drink in schonungsloser Direktheit das Themenfeld abgesteckt wird. In ihren klugen, offenen Dialogen kommen fast beiläufig Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens zur Sprache.
Johanna Wokalek und Tjark Bernau verkörpern meisterhaft, wie Louise und Tom Krisen durchleben, in denen sich sicherlich viele beziehungserprobte Paare wiedererkennen.
Theater Winterthur
Theaterstrasse 6, 8400 Winterthur
INSZENIERUNG
Jan Philipp Gloger
BÜHNE, KOSTÜME
Franziska Bornkamm
MUSIK
Kostia Rapoport
DRAMATURGIE
Paul Clark, Melanie Wilson
Website: Volkstheater Wien
Fotos: Apollonia T. Bitzian
Für alle ab 14 Jahren.
U30-Special: Tickets und einen Drink an der Bar zum halben Preis für alle unter 30 Jahren.
Deutsch von Ingo Herzke.
Auf der Hinterbühne.
Preis: CHF 48, 42, 25
Jan Philipp Glogers Inszenierung [...] ist eine Liebeserklärung an seine beiden Schauspielerinnen, ans Publikum und an die britische Komödie. Nachtkritik
Was braucht es, um exzellentes Schauspiel zu machen – abgesehen von hinreissenden Schauspielern? Nicht viel. Kurier
Johanna Wokalek und Tjark Bernau gelingt die ganz natürliche Balance zwischen Humor und Ernst, Leichtigkeit und Tiefe. Regisseur und Volkstheaterdirektor Jan Philipp Gloger setzt auf die Kraft des Realismus, Alltagssprache und feine Musik-Kommentare. Hier stehen die feinen Nuancen der zehn Gespräche im Vordergrund. Auch die kleinen Umbauten auf der beinahe leeren Bühne bindet er subtil ein. Kronen Zeitung