Ein Haus, eine Familie, ein Fremder – und ein Name, den niemand ausspricht. Nobelpreisträger Jon Fosse schuf mit «Der Name» ein Stück von spannungsgeladener Intensität, in dem das Ungesagte schwerer wiegt als jedes Wort. Seit Anfang der 2000er-Jahre sorgt der norwegische Autor in der Tradition Henrik Ibsens mit seiner poetischen, von Pausen und Andeutungen geprägten Sprache für Aufsehen in der europäischen Theaterlandschaft.
Nach langer Zeit kehrt ein junges Mädchen hochschwanger in das Haus ihrer Familie zurück. An ihrer Seite steht der Vater des Kindes, ein Fremder, dessen Name niemand zu kennen scheint. Die Mutter ist krank, der Vater schweigsam und erschöpft, die Schwester sucht nach Nähe. Die Situation ist angespannt, das Schweigen liegt schwer im Raum. Fragen werden nicht gestellt, Gedanken nicht ausgesprochen. Unter der Oberfläche beginnt es zu rumoren, bis sich Worte ihren Weg bahnen, doch ob die Figuren einander wirklich verstehen, bleibt ungewiss.
Jon Fosse, Literaturnobelpreisträger 2023 und Träger des Ludwig-Mülheims-Theaterpreises für sein Lebenswerk, zeigt in «Der Name» seine besondere Kunst: die Magie der Stille.
Theater Winterthur
Theaterstrasse 6, 8400 Winterthur
INSZENIERUNG
Kay Voges
BÜHNE
Michael Sieberock-Serafimowitsch
KOSTÜME
Mona Ulrich
MUSIK, SOUNDDESIGN
Tommy Finke
DRAMATURGIE
Ulf Frötzschner, Lennart Göbel
Website: Schauspiel Köln
Fotos: Birgit Hupfeld
Für alle ab 14 Jahren.
U30-Special: Tickets und einen Drink an der Bar zum halben Preis für alle unter 30 Jahren.
Saisonabschluss WINTERTHUR FLIEGT!
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel.
Preis: CHF 68, 60, 40
[Man bekommt] immer wieder etwas zu lachen, weil die Figuren sich auf eine so ungeheuerliche und absurde Weise gemein verhalten. (Eine Nähe zu Beckett deutet sich hier an.) Und weil die SchauspielerInnen – wie so oft am Volkstheater – ein brillantes Ensemble bilden. Hinter jeder Figur ahnt man eine ganze Welt. Nachtkritik
Am Ende ist man doppelt erleichtert: Darüber, aus diesem Horrorhaus raus zu dürfen, und auch darüber, was für einem exzellenten Ensemble man hier beim vollendeten Nichtssagen zuschauen durfte. Kölner Stadt-Anzeiger
Exzellentes Ensemble. Kölnische Rundschau