Inmitten von Bürgerkrieg und Pest, von Angst und Verhärtung begegnen sich zwei junge Menschen – die Kinder verfeindeter Familien – und verlieben sich. Für ihre Liebe kämpfen sie gegen eine Welt, die sich im Hass eingerichtet hat. Die Heidelberger Inszenierung dieser wohl berühmtesten aller Liebesgeschichten erzählt von der revolutionären Kraft der Jugend, von ihrem Glauben an Veränderung und Zukunft selbst in Zeiten grösster Ungewissheit.
Die Pest wütet in Verona. Ein erbitterter Bürgerkrieg spaltet die Stadt. Dieser Welt aus Bedrohung und Misstrauen begegnen begegnen Romeo und Julia mit der Kraft ihrer Gefühle. Sie glauben fest daran, dass ihre Liebe alles verändern kann. Die Neuinterpretation von Shakespeares Meisterwerk richtet den Blick auf eine Gesellschaft im Ausnahmezustand und mitten darin darin auf zwei junge Menschen, die sich ihr nicht beugen. Ergänzt wird das Drama durch Texte der Bestseller-Autorin Mithu Sanyal, die den Stoff in unsere Gegenwart holen. Mit dieser Geschichte einer radikalen, wagemutigen Liebe eröffnet Bernadette Sonnenbichler ihre Intendanz am Theater und Orchester Heidelberg – und wir knüpfen nahtlos an die gute Zusammenarbeit mit diesem Partnertheater an.
Theater Winterthur
Theaterstrasse 6, 8400 Winterthur
INSZENIERUNG
Bernadette Sonnenbichler
BÜHNE
Andreas Auerbach
KOSTÜME
Justine Loddenkemper
MUSIK
Tobias Vethake
CHOREOGRAFIE
Valentí Rocamora i Torà
DRAMATURGIE
Lovis Fricke
Website: Theater & Orchester Heidelberg
Für alle ab 14 Jahren.
Mit zusätzlichen Texten von Mithu Sanyal.
U30-Special: Tickets und einen Drink an der Bar zum halben Preis für alle unter 30 Jahren.
Preis: CHF 68, 60, 40
Sonnenbichler inszeniert gross, bildstark, musikalisch fein und mit einem bemerkenswert geschlossen agierenden Ensemble. Ihre «Romeo und Julia»-Eröffnung ist kein gefälliger Klassikerauftakt, sondern eine entschieden ästhetische Setzung: ein Abend über die Unwahrscheinlichkeit der Liebe in einer Welt, die sich an Feindschaft gewöhnt hat. Und gerade deshalb ein gelungener, grosser Beginn für eine neue Heidelberger Intendanz.
Mannheimer Morgen
Zwischen rhythmisch wohl gesetzter, schneller Szenenabfolge verbindet [die Inszenierung] nachvollziehbares, unterhaltsames Spiel mit politischer Rahmung in einer verunsicherten, aufgeregten Gesellschaft. [...]
[Die Heidelberger Inszenierung] bietet kein Teenager-Drama, sondern fragt grundsätzlicher nach den Möglichkeiten von bedingungsloser Liebe. Zugleich aber funktioniert diese Inszenierung zur Freude des Premierenpublikums als unterhaltsames Theaterspiel.
Die Deutsche Bühne
Der poetische Ton der Thomas-Brasch-Übertragung des Stücks kontrastiert mit den verspielten Schnoddrigkeiten, die von der «Identitti»-Autorin Mithu Sanyal effektvoll in die Spielvorlage gestreut wurden – mit ein paar Spitzen gegen das Patriarchat und das Matriarchat, mit frivolen Verheissungen und den Kommentaren, die den Figuren gestattet werden.
Rhein-Neckar-Zeitung
Bernadette Sonnenbichler ist ein Saisonstart gelungen, wie man ihn sich nur wünschen kann.
nachtkritik.de