Dramaturg Martin Bieri gibt einen Einblick in die Entstehung dieser Produktion, die Anfang Dezember Premiere am Theater Orchester Biel Solothurn feierte.
Max Merker und Aaron Hitz, bekannt für ihre physische und humorvolle Spielweise, lassen sich für ihr neues Stück von einem Meister der Reduktion inspirieren. «For God’s Sake Don’t Act!», hat Samuel Beckett zu seinen Schauspielern gesagt. Er wusste, im Theater geht es nicht nur um die Kunst, es geht um das Leben.
Der Legende nach hatte Beckett beim Schreiben für sein bekanntestes Stück «Warten auf Godot» das legendäre Komiker-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy als Besetzung vor Augen. Laurel schrieb die Sketche, Hardy spielte sie. 1957 starb Oliver Hardy. Damit endete auch das Berufsleben von Stan Laurel. Trotzdem schrieb er für sich und sein auseinandergerissenes Duo weiterhin Drehbücher, als würde er darauf warten, dass sein «brother in crime», sein «brother in comedy» doch noch zurückkehren könnte. Inspiriert von Laurel, Hardy und Beckett, hauchen Merker und Hitz der Tradition der existenziellen Clownerie mit ihren eigenen Mitteln neues Leben ein. Nach den gefeierten Gastspielen von «Lachen verboten!» und «Kafka in Farbe» freuen wir uns, die Slapstick- und Komödienspezialisten Max Merker und Aaron Hitz aus Solothurn wieder auf unserer Bühne zu sehen.
Theater Winterthur
Theaterstrasse 6, 8400 Winterthur
INSZENIERUNG
Max Merker
BÜHNE UND KOSTÜME
Martin Dolnik
MUSIK
Aaron Hitz
Website: TOBS
Fotos © Joel Schweizer
Alle Stücke und Infos zur neuen Sparte Performance.
Für alle ab 12 Jahren.
U30-Special: Tickets und einen Drink an der Bar zum halben Preis für alle unter 30 Jahren.
Auf der Hinterbühne.
Preis: CHF 48, 42, 25
«Melancholie und Komik gehen Hand in Hand in diesem Theaterabend, den die beiden Schauspieler Max Merker und Aaron Hitz gemeinsam entwickelt haben. [...] Ein poetisches Stück über das grosse Warten, das immer weiter geht, auch wenn längst keiner mehr weiss, worauf.»
SRF 2 Kultur
«Befreiend komisch und doch von berückender Tiefe: So ist das neue Stück am Tobs, das am Freitag Premiere feierte. [...] Dieses Unsichtbare gegenwärtig zu machen: Das schafft die Inszenierung von Max Merker und Aaron Hitz in Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen Martin Bieri, und das ist ein intellektuelles Vergnügen, denn sie schafft es mit Witz und Humor und lässt trotzdem die Tiefe nicht missen. Darum: Tun Sie sich etwas Gutes und gehen Sie hin.»
Solothurner Zeitung
«Die Wandlungsfähigkeit von Hitz und Merker ist eindrücklich. Jede Figur hat ihre Körperlichkeit, eine eigene Dynamik.»
ajour.ch