Nach dem äusserst erfolgreichen Gastspiel «Vögel» in der Spielzeit 2021/22 zeigen wir erneut die deutschsprachige Erstaufführung eines Werkes von Wajdi Mouawad. Der französisch-kanadische Autor ist für seine tiefgründigen und zutiefst menschlichen Geschichten bekannt. Regie führt der Intendant des Burgtheaters persönlich, Stefan Bachmann.
Talyani Waqar Malik, der Protagonist dieses Stücks, existiert in fünf verschiedenen Versionen. Seine fünf Ichs sind über die ganze Welt verteilt: In Beirut ist er Inhaber eines Jeansladens, in Rom ein Ferrari fahrender Neurochirurg, in Qubec ein erfolgreicher Künstler, in Paris ein ehrgeizloser Taxichauffeur und in Texas ein zum Tode verurteilter Mörder. Jeder Lebensort, jedes Milieu, jede Erfahrung formt eine neue Identität, einen neuen Charakter, eine neue Persönlichkeit. Am Beginn der Geschichte(n) steht die Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat im August 2020, die den Hafen von Beirut zerstörte und grosse Teile der Stadt beschädigte. Das Stück folgt den fünf Talyanis und ihren Familien während der darauffolgenden Woche und zeigt auf, wie die Katastrophe in ihren Leben widerhallt.
Theater Winterthur
Theaterstrasse 6, 8400 Winterthur
INSZENIERUNG
Stefan Bachmann
BÜHNE
Olaf Altmann
KOSTÜME
Barbara Drohsin
MUSIK
Sven Kaiser
DRAMATURGIE
Jeroen Versteele
Website: Burgtheater Wien
Fotos: Tommy Hetzel
Für alle ab 14 Jahren.
U30-Special: Tickets und einen Drink an der Bar zum halben Preis für alle unter 30 Jahren.
Preis: CHF 68, 60, 40
So beeindruckend geschwind die Rollen wechseln, verändern sich auf der Bühne aus grauen drehbaren Wänden auch die Schauplätze fliessend. [Bachmann] erzählt einfach gut, spannend und erstaunlich kompakt eine Geschichte. [...] Viel verdienter Jubel. Standard
Im Zentrum des Abends, der einen Kosmos aus 24 Figuren bei zehn Darstellenden aufspannt, steht die herausragende Leistung von Thiemo Strutzenberger in der Titelrolle. [...] Dem Plot zu folgen, fühlt sich nie kompliziert oder verkopft an, sondern immer leichtfüssig. Kleine Zeitung