DIE ODYSSEE

Eine Irrfahrt nach Homer
 

Zwei Söhne warten auf ihren abwesenden Vater, der nur als Bild im Hintergrund präsent ist und den sie beide nicht kennen. Mit einer faszinierenden Mischung aus Slapstick, Magie, Musik und Gestik und mittels einer Kunstsprache, von der man kein Wort verstehen kann und trotzdem immer genau weiss, was gemeint ist, rekapitulieren die beiden Protagonisten ihre Sichtweise auf ihren sagenumwobenen Erzeuger.

Als Odysseus in den Trojanischen Krieg zog, liess er seine Frau Penelope mit einem Säugling zurück. Nun, zwanzig Jahre später, ist der Sohn zum Jüngling herangereift. Telemachos hat seinen Vater nie gesehen. Er kennt Erzählungen über den einfallsreichen Odysseus, aber ob der grosse Kriegsheld noch lebt, weiss er nicht. Eines Tages erscheint ein Mann auf dem väterlichen Hof auf der Insel Ithaka, der ein grosses Bildnis des Odysseus mit sich trägt: Telegonos ist ebenfalls ein Sohn des Odysseus. Telemachos und Telegonos erwarten nun gemeinsam die Rückkehr des wandlungsreichen Mannes, den es so oft vom Wege abtrieb, seit er Troja zerstörte.

Fotos © Armin Smailovic