DER ZERBROCHNE KRUG

Lustspiel von Heinrich von Kleist
 

In einer kleinen Gemeinde sitzt der Dorfrichter Adam über sein eigenes Vergehen zu Gericht und versucht mit allen Mitteln, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und einen Sündenbock zu finden. Der Schadenswert mag klein scheinen: ein zerbrochener Krug, der Marthe Rull gehört. Doch in Wirklichkeit geht es um den Ruf von Marthes Tochter Eve, ihre Verlobung mit Ruprecht und einen üblen Erpressungsversuch des Dorfrichters Adam.

In dieser Gerichtskomödie scheint die Wahrheit reine Ansichtssache zu sein. Das Publikum ist den Figuren immer einen Schritt voraus und die Komik entsteht aus den verzweifelten Versuchen des Dorfrichters, mit zahlreichen Täuschungen, schamlosem Machtmissbrauch, wilden Beschuldigungen, Lügen und Ausflüchten seine Schuld zu vertuschen.

Inszeniert wird Heinrich von Kleists meistgespieltes Stück vom Schweizer Regisseur Elias Perrig, der am Theater Winterthur bereits Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame» und Tschechows «Der Kirschgarten» realisiert hat.