BALLETT THEATER BASEL: GLORIA

Ballett von Richard Wherlock mit Barockorchester
 

Mit «Gloria» erzählen die Choreografinnen und Choreografen die sich immer wiederholende Geschichte von gesellschaftlichem Aufstieg und Kollaps. Einzelne, zum Teil abstrakte Szenen, zeigen diese Dynamiken von Trauer und Glück. Unermüdlich bauen die Tänzerinnen und Tänzer die in Trümmern liegende Welt wieder auf und erzählen dadurch von der Kraft des Zusammenhaltes in Krisenzeiten.

Der zeitgenössische Tanz um Leid und Freude trifft auf Barockmusik, welche, dargeboten vom «La Cetra» Barockorchester und Vokalensemble Basel, das Ballett live begleitet. Musikalisch beginnt der Abend mit dem vertonten Schmerzensgedicht «Stabat Mater» von Giovanni Battista Pergolesi und schliesst mit Antonio Vivaldis zwölfteiliger «Gloria» in D-Dur. In «Gloria» entfaltet sich Vivaldis ganzes Genie und der Zuhörer erlebt ein feinfühliges musikalisches Spektrum von zarten Solopassagen bis zu erhabenen, festlichen Sätzen. Der Abend führt uns von Pergolesis Melancholie hin zu Vivaldis Glückseligkeit – und das wunderschön inszeniert vom Ballett Theater Basel, welches das Winterthurer Publikum zuletzt mit dem Handlungsballett «Carmen» begeisterte.

Fotos © Lucia Hunziker